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Aktuelles aus Schorndorf und der Region

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Nachricht : Wie reich ist unsere Stadt?
17.01.2008 12:21 (3647 x gelesen)

Es gibt viele „Reichtümer". Reich an Geschichte, kultureller Reichtum, lebenswertes Umfeld, Schönheiten der Stadt und so weiter. Ich möchte kurz auf das in Schorndorf Geschaffene eingehen und auf die aktuelle Finanzlage.

Als ich 1980 erstmals in den Stadtrat gewählt wurde, standen viele Vorhaben auf dem Wunschzettel unserer Stadt. Eine zeitgemäße Halle, ein Hallenbad, die Befriedigung der Stadtteilwünsche und vieles mehr. Dabei war die Schuldenlage alles andere als rosig. Zeitweise lagen wir in der Gesamtverschuldung nahe der 100 Millionen D-Mark Grenze. Wir mussten viel in den Tiefbaubereich investieren, zum Beispiel Regenüberlaufbecken zum Hochwasserschutz; aber auch in Straßen und sonstigen Einrichtungen, die von der Bevölkerung nicht oder nur beiläufig wahrgenommen wurden.

Die Gesamtverschuldung einer Stadt muss immer auch im Zusammenhang mit den geschaffenen Einrichtungen gesehen werden. Es gibt schuldenfreie Städte, bei denen wichtige infrastrukturelle Einrichtungen erst noch geschaffen werden müssen. Die gegenwärtig noch angewandte Haushaltsmethode (Kameralistik Link wird in neuem Fenster geöffnet) soll in einigen Jahren auf die im Kaufmännischen übliche Buchführung mit Bilanzierung umgestellt werden. Bei der Darstellung des Anlagevermögens wird dann deutlich - auch im Vergleich mit anderen Städten - was an Vermögen geschaffen wurde.

In den letzten Jahren wurde sehr viel bewegt. Wir haben ein schönes Bürgerhaus, das Hallenbad steht kurz vor der Fertigstellung und wir liegen in der Abarbeitung des großen Wunschzettels gut im Plan. Besonders herauszustellen ist, dass sich die gesamte Schuldenlast verbessert darstellt. 1996 betrugen die Verbindlichkeiten noch rund 38 Millionen Euro. Dies entsprach einer pro-Kopf Verschuldung in Höhe von 1.003 Euro. Für 2008 sind Schulden in Höhe von 16 Millionen Euro prognostiziert und 411 Euro Verbindlichkeiten pro Einwohner. Zum 31.12.2006 betrugen die durchschnittlichen Verbindlichkeiten der Kommunen 439 Euro pro Einwohner (Quelle: Haushaltsplan 2008 und statistisches Landesamt). Hier wird deutlich, dass bei uns gut gewirtschaftet wurde.

Es ist richtig, dass wir einige Großaufgaben auf städtische Einrichtungen verlagert haben. Beispielsweise die Künkelin-Halle auf die Städtische Wohnbau (SWS) und jetzt das in Bau befindliche Hallenbad auf die Stadtwerke. Durch die geschickte Finanzpolitik - auch durch die gute Arbeit des Kämmerers - ist es gelungen, wieder mehr Spielräume zu schaffen. Vorteilhaft war natürlich auch das verbesserte Steueraufkommen, insbesondere der Gewerbesteuer. Ich freue mich, dass es uns gelungen ist, die Stadtfinanzen zu verbessern. Wir gehören zwar noch nicht zu den „reichen" Städten - aber in der Gesamtbewertung dürften wir im Städtevergleich einen guten Mittelplatz einnehmen. Wir werden weiterhin darauf hinwirken, dass die gute Entwicklung nachhaltig gesichert wird - auch im Interesse der nachfolgenden Generation.

Hans Benseler


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