Ja zur Ortsumfahrung Miedelsbach

Datum 09.10.2008 12:52 | Thema: Nachricht

Gemeinderat Gerhard Nickel zur Ortsumfahrung Miedelsbach

Gerhard Nickel Die Bewohner des Schorndorfer Teilorts Miedelsbach haben einen Anspruch auf ein klares "Ja" des Schorndorfer Gemeinderates zur geplanten Ortsumfahrung, wenn auch durch den Rudersberger Bürgerentscheid die Voraussetzungen zur zeitnahen Realisierung nicht besser geworden sind. Zurecht hat die große Mehrheit des Schorndorfer Gemeinderates sich dazu bekannt, dass die Planung und Realisierung der Miedelsbacher Umgehung mit allen unseren Mitteln weiterbetrieben werden muss.


Es darf auch keine Diskussion darüber geben, dass die Ortsumfahrung in der vom Gemeinderat vorgesehenen Form geplant und auch gebaut werden muss: Von der Haubersbronner Umgehung in einem Kreisel westlich der Wieslauf abgehend, diese dann vor Miedelsbach querend und dann westlich des Industriegebietes unter gleichzeitiger Verlegung der Wieslauf bis zur Buhlbronner Straße weiterführend. Im Anschluss daran muss die Straße weiter westlich am Haubenbühl vorbei und über die Bahn zur Straße nach Michelau geführt werden. 

Nur eine solche Ortsumfahrung verdient diesen Namen und muss daher unser Ziel sein. Weder eine Führung nur bis zur Buhlbronner raße mit Weiterführung über einen schienengleichen Bahnübergang noch gar eine Führung durch die Hanfwiesenstraße dürfen unser Ziel sein, da beide Lösungen zwar die Anwohner der Ortsdurchfahrt entlasten, andererseits aber nur neue Probleme für den Teilort schaffen würden. Der in dieser Planung vorgesehene Kreisel an der Einmündung der Buhlbronner Straße in die Rudersberger Straße beim Nettomarkt ist aber trotzdem zeitnah einzurichten, um die Geschwindigkeit der aus Norden nach Miedelsbach einfahrenden Fahrzeuge konsequent zu senken. 

Bei aller Planungseuphorie dürfen wir aber keineswegs blauäugig davon ausgehen, dass diese von uns gewünschte Planung angesichts der Ausgabenpolitik unserer Landesregierung kaum Chancen auf eine rasche Verwirklichung hat. Solange ein ausgeglichener Haushalt deren erklärtes Ziel bleibt, ist dieses Straßenbauprojekt durch die Landesregierung überhaupt nicht finanziert - vielleicht gibt das bayrische Wahlergebnis ja aber auch Nachhilfe!

Auch wird sicher noch mancher Strauß mit dem Land auszufechten sein, wenn immer wieder versucht, die Realisierung von Straßenbaumaßnahmen von einer Mitfinanzierung der betroffenen Kommunen abhängig zu machen. Allerdings wird der Gemeinderat abzuwägen haben zwischen den jeweiligen Vor- und Nachteilen solcher Lösungen. Wenn nur eine abschnittsweise Realisierung der Ortsumfahrung möglich ist, muss auch darüber entschieden werden, ob dann - für eine klar zu definierende Übergangszeit - eine Zwischenlösung unter Inanspruchnahme der Hanfwiesenstraße in Betracht kommt. Dabei werden logistische Nachteile der in der Hanfwiesenstraße ansässigen Betriebe gegen die Beeinträchtigungen der Anwohner der Ortsdurchfahrt abgewogen werden müssen, wobei ich mich gerne an den überzeugenden Auftritt jener Anwohnerin der Ortsdurchfahrt in der Bürgerversammlung in der Tannbachhalle erinnere, die gegen die Beeinträchtigung der
Anwohner der dann etwa 50 bis 90 Meter entfernten Umgehung den Abstand ihres
Wohnzimmers zum heutigen Verkehr an der Ortsdurchfahrt mit 75 Zentimetern (!) in die
Waagschale warf.

Fazit: Die vom Gemeinderat beschlossene Ortsumfahrung Miedelsbach (sogenannte Variante 1) muss kommen. 

Gerhard Nickel





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