Quo Vadis Wieslauftal (Umgehungs)-Straße?

Datum 20.09.2007 13:30 | Thema: Nachricht

Die Zunahme des Straßenverkehrs bereitet immer mehr Kopfzerbrechen. Straßen sollen die Umwelt nicht weiter belasten, obwohl sie von immer mehr Menschen benutzt werden. Meine Gedanken zur Wieslauftal-Umgehung möchte ich mit diesem Bericht ganz offen darlegen.
Im letzten Jahrhundert standen Überlegungen an, die Autobahn über die Berglen von Mundelsheim Richtung Ulm zu führen. Dies konnte aus Umwelt-und Landschaftsgründen abgewehrt werden. Die Trasse über das Schmidener Feld ist mit Schwierigkeiten verbunden und stößt in weiten Teilen der Bevölkerung auf Widerstand.

Im Wieslauftal darf es nicht dazu kommen, dass sich eine überregionale Durchgangsstraße entwickelt - das verkraftet unser schönes Wieslauftal nicht. Ich gehe davon aus, dass nach Fertigstellung der B 14 - Umgehung und der Trasse von Mundelsheim ein großer Teil des überörtlichen Verkehrs wegfällt - sofern möglich, durch zusätzliche Durchfahrtserschwernisse im Wieslauftal. Auch wenn ich mit meinen Ansichten nicht voll auf ,Ballhöhe" sein sollte, möchte ich sie ganz offen darlegen. Der Welzheimer Verkehr hätte zwischen Haubersbronn und dem Wellinghof geführt werden müssen. Diese Straße könnte längst fertiggestellt sein. Damit wäre ein Teil des Haubersbronner Durchgangsverkehrs weg gewesen. Aus heutiger Sicht wird es so sein, dass zunächst die Umfahrung Haubersbronn mit der Talquerung fertig gestellt wird. Der Kreisel zwischen Haubersbronn und Miedelsbach soll einen Bypass erhalten, damit der Verkehr durch Miedelsbach und um Haubersbronn herum möglichst zügig fließt.

Wenn nun der Bürgerentscheid von Rudersberg ein "Nein" zur Umgehungsstraße bringen würde, werden sich möglicherweise noch mehr Menschen gegen die jetzt vorgesehene Trasse stellen, vor allem auch deshalb, weil der geplante Trassenverlauf das schöne Wieslauftal fast in der Mitte durchschneidet.

Die von mir favorisierte Lösung direkt vor dem ,Hornwald" entfällt laut RP aus Umwelt-und Vorgelschutzgründen. Jetzt könnte man boshafterweise die Meinung vertreten, dass aus Alibi-Gründen eine Trasse direkt vor dem Hornwald vom Land als nicht machbar dargestellt wird, damit die jetzige Taltrasse von der Bevölkerung keine Zustimmung findet. Dann könnte man langfristig die Dorfumgehung im Wieslauftal als erledigt betrachten und es würde sich nichts ändern. Ich meine, wo ein Wille ist, kann auch ein Weg gefunden werden. Wenn eine Umgehung, dann unmittelbar vor dem "Hornwald" eingebettet in bepflanzte Wälle - ähnlich wie in Birkmannsweiler. Da würde man niemand belasten, auch die Hochwasserproblematik wäre gelöst. Ich fürchte, dass es noch lange dauern wird, bis eine allseits befriedigende Verkehrsregelung im Wieslauftal gefunden ist.

Hans Benseler



Dieser Artikel stammt von Freie Wähler Ortsverband Schorndorf eV
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