Strom aus Windkraft

Datum 05.07.2012 19:49 | Thema: 

Konrad HoferKonrad Hofer: Im Stadtrat haben wir uns kürzlich mit diesem Thema befasst.

Obwohl ich für die Umsetzung der Windkraft in Strom bin, habe ich an der jetzigen Vorgehensweise große Bedenken. Für die Riesenwindräder brauchen wir geeignete Standorte in der Natur. Wir brauchen Messungen, ob überhaupt genügend Wind da ist. Wir brauchen Gutachten vom Naturschutz und den Tierfreunden. Wir müssen mit jedem Grundstückseigentümer der Standorte und der Leitungstrassen sehr wahrscheinlich lange Verhandlungen führen (vielleicht Enteignung und Prozesse).


Wenn ich bedenke, wie lange dieser Weg ist und dies den einzelnen Regionen kostet, wäre es doch viel einfacher, effektiver, billiger und geschickter, wenn sich die Landesminister mit dem Bundesminister einigen, um an den Autobahnen (Land gehört dem Bund), zum Beispiel A 7 von Kiel bis Füssen eine Leitung legen. Der Verschleiß an Strom bei dieser langen Leitung würde heute nicht mehr ins Gewicht fallen, da es bestimmte Techniken gibt.

In Schleswig Holstein kann man den Strom von Windrädern nicht mehr weiter leiten, da zu wenige Leitungen vorhanden sind. Es geht also Strom verloren. Norwegen, so sagt man, könnte ganz Europa mit Strom aus Wasserkraft versorgen. Zurzeit liefert an windstarken Tagen Schleswig Holstein nach Norwegen Strom und an windschwachen Tagen kommt Strom aus Wasserkraft von Norwegen nach Schleswig Holstein.

Ich habe kürzlich 16 Windkraftanlagen angeschaut, zum Teil sehen sie furchtbar aus und die Natur wird verschandelt. Man schaut nicht mehr die Natur, man schaut die Riesenwindräder an. Von politischer Seite wurde mir gesagt, wenn man sie nicht mehr braucht, sind sie auch schnell wieder abgebaut. Engstirnig und gefährlich sowie teuer wird es, wenn mir gesagt wird: "Wir wollen unseren eigenen Strom!"

Die Windkraft, so wie man es vorhat, reicht vorne und hinten nicht aus und wir müssen, da wir aus der Atomkraft aussteigen, den Rest dazu kaufen. Wo kommt unser Ökostrom her? Aus Österreich, das von Tschechien Atomstrom aufkauft oder von Frankreich, wo die Atomkraftwerke schon dicht an Deutschland stehen. Wenn jede Region ihre Plätze für die Windkraftanlagen ausweist und die Genehmigungsverfahren abgeschlossen sind, die Anlagen komplett in Betrieb genommen werden, ist nur ein Teil unseres Strombedarfs gedeckt.

Jede Region hat mehrere Standorte der Windkraftanlagen. Wenn ich dies alles zusammenrechne, so meine ich, dass der Vorschlag, die Stromkabel an der Autobahn (unter der Erde) zu verlegen, billiger und schneller ginge. In Belgien liegen an der Autobahn Stromkabel.

Wir sind ein Industrieland und brauchen sehr viel Strom für unsere Wirtschaft, deswegen meine ich, dass die Kooperation mit Norwegen und Schleswig Holstein eine gute Variante wäre. Dies ist nicht mein Fachgebiet, dennoch wollte ich hier meine Gedanken weitergeben.




Dieser Artikel stammt von Freie Wähler Ortsverband Schorndorf eV
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